Begrüßung

Herzlich willkommen zur Mahnwache
im Rahmen der interkulturellen Woche 2017

Eine Stunde danken wir vor der Asylunterkunft im alten Abschiebegefängnis, im Gegenüber der Schutzsuchenden, unserer Geschwister, für die uns geschenkte Einheit.

Wir denken nach über unsere Wirtschaftsgewinne,
erniedrigende Handelsabkommen, Rohstoffbedürfnisse
und die uns reich-machenden Waffenverkäufe.

Das sind einige Gründe für ihre Verarmung,
viele Kriege und jetzt ihrer Heimatlosigkeit.

am 3. Oktober 2017 von 15 bis 16 Uhr

Wir sehen auf die Wirklichkeit der Schutzbedürftigen,
ihr wollen wir uns stellen und darüber ins Gebet finden.

Herzliche Einladung zum Bedenken der Einheit
mit allen Menschen, die in Deutschland Schutz suchen.

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Geplanter Ablauf:
Begrüßung, Wo sind wir? / Lied / Mit welchen Anliegen sind wir hier? / Lied Wo zwei oder drei … / Bibel Lk 19,1-10,
Das Thema:
1. Welch ein Diebstahl fand in Afrika statt? Können wir ihn sehen, denn er wird vertuscht. Die Bestohlenen werden zu Schuldigen.
Die Fluchtursachen – so steht in der Zeitung – sollen vermindert werden, doch durch die Verdrehung (die Lüge) wurden wir, die Diebe, blind unserer Schuld gegenüber (Beispiel: in fast allen Handies ist Coltan aus dem verarmten Kongo). Wann zahlen wir sie wie Zachäus mehrfach zurück?
2. Wir igeln uns ein und schließen die Grenzen, so dass die in die Not gestoßenen Menschen aus Afrika nur mit krimineller Hilfe ihr entkommen
3. Sie lassen sich oft unter falschen Versprechungen auf Menschenhandel ein, um ihren Familien zu helfen und werden ausgebeutet und ganz selbstverständlich als moderne Sklaven benutzt. Der Menschenhandel blüht, wenn die Menschen keine Chancen mehr sehen aber verzweifelt hoffen ihren Familien etwas Gutes tun zu können.
4. Viele sterben weiter im Mittelmeer, zumal alle, die sie dort retten wollen, vor Gericht gezogen werden.
5. Neue Abkommen werden mit Diktatoren geschlossen um Hilfesuchende zurück zu halten.
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Spüren wir die kriminelle Energie, mit der wir unsere Schuld verbergen?
Wie finden wir zur Solidarität, die uns Jesus vorlebte. Er blieb nicht in der göttlichen Komfortzone, solidarisierte sich mit uns, besonders mit den Notleidenden?
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Den Weg zur Mahnwache fanden in den letzten Jahren leider nicht alle.
Doch keine Angst, andere fanden ihn leicht. Hier eine genauere Beschreibung:

Wenn Sie vor dem Terminal vom Flughafen Schönefeld an der S-Bahn stehen, liegt rechts ein großer Parkplatz. Hinter ihm geht eine Straße auf das Flughafengelände.
Folgt bitte konsequent der Beschilderung: LUFTFRACHT – CargoZentrum – ab der vierspurigen Straße (durch das Tor, am Flugfeld vorbei, nach der Tankstelle rechts abbiegen). Das flache Gebäude gegenüber dem Cargozentrum ist unser Ziel.

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Am 26.6.2015 legalisierte der Bundesgerichtshofs die Kundgebung (Mahnwache) vorm „Abschiebegefängnis“ auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg nach dem Grundsatz: Straßenland – auch Kaufhäusergänge – ist öffentlicher Raum für Meinungsäußerungen.

Das Protokoll der Verhandlung im Wortlaut          Das Urteil
Herzlichen Dank an alle, die uns seit 2012 durch die Instanzen unterstützten.

handzettel-mahnwache-03-10-2016

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3 Antworten zu Begrüßung

  1. Steffen Wannadamrong-Buller schreibt:

    Ich bedanke mich bei Christian Herwatz für den Text seiner Mail, die ich für das Unterstützen der Petition bekam. Im letzten Absatz zeigt er die Verbindung zwischen der Tendenz unserer Wirtschaft, Aufträge (und die damit verbundene Verantwortung) auszulagern, und der Verhinderung der Veröffentlichung/Öffentlichkeit. Wie ursächlich also das Recht auf Information, und Demonstration, zusammenhängt mit den Praktiken der Wirtschaft, aber auch des Staates, Verantwortung auszulagern, Grundbedürfnisse der Gesellschaft an die Wirtschaft zu verkaufen, und wie dadurch an den Grundfesten unserer erreichten Gesellschaftsordnung gerüttelt wird – diese Tragweite der Verbindung ist mir erstmals bei diesem Text richtig deutlich geworden.
    Dabei hatte ich das Bestreben der Flughafen Mahnwache unterstützt, weil ich es für anstandshalber geboten hielt, hatte aber nicht gesehen, wie anscheinend doch alles mit allem zusammenhängt.
    Meinen höchsten Respekt dem Autor, der für sein Engagement sicherlich nicht ausschließlich Unterstützung aus seiner Organisation erfährt…

  2. Barbara S schreibt:

    Ein gutes Ergebnis – nach viel Arbeit! Herzlichen Gluckwunsch!

  3. Giovanni Lunari schreibt:

    Toller Blog super gemacht und viel erreicht.Glückwunsch.

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